Jubiläum im Jahr 2015

22. März 2015, 17.00 Uhr, Kurfürstliches Schloss

Jean Sibelius: Valse triste

Jean Sibelius: Violinkonzert d-moll

Solist: Elena Graf

Peter I. Tschaikowsky: Sinfonie Nr. 5 in e-moll

Leitung: Michael Millard

Seit 20 Jahren leitet Michael Millard die Sinfonietta Mainz und hat in dieser Zeit das Orchester nicht nur zahlenmäßig sondern vor allem auch musikalisch hörbar wachsen lassen. Dies möchten wir mit einem besonderen Programm feiern und dabei auch den 150. Geburtstag von Jean Sibelius  würdigen.

Gleich 2 seiner erfolgreichsten Werke werden präsentiert und lassen mit dem  Violinkonzert und Valse triste alle seine Sehnsüchte in Musik verwandelt erklingen. Interpretiert wird das Violinkonzert von der jungen Solistin Elena Graf voll Virtuosität und Spielfreude. Tschaikowsky's 5. Sinfonie folgt diesem Programmteil und verspricht insgesamt ein ausdrucksvolles, emotionales Hörerlebnis.

Zum 150. Geburtstag von Jean Sibelius erklingen gleich 2 Werke. Valse triste entstand 1904 als Teil der Bühnenmusik zu dem Drama Kuolema (Der Tod) und entwickelte sich zu einem der meist gespielten Stücke. In engem zeitlichen Zusammenhang komponierte Sibelius 1903 mit einer Überarbeitung 1905 das Violinkonzert auch aus seiner Sehnsucht zum virtuosen Geigenspiel: " Die Geige hatte mich ganz in ihren Bann geschlagen. Zehn Jahre war es mein frommster Wunsch gewesen, ein großer Geigenvirtuose zu werden.  Es bedeutete ein schmerzhaftes Erwachen, als ich eines Tages feststellen musste, dass ich für den mühsamen Pfad eines Virtuosen meine Ausbildung zu spät begonnen hatte." So erscheint dieses Konzert wie eine symphonische Dichtung mit dunklen, weichen Klangfarben aus denen sich das Soloinstrument hell aufscheinend abhebt.
 
Elena Graf (*1988 in Frankfurt/M.) wurde bereits mit 12 Jahren als Jungstudentin an der Hochschule für Musik in Freiburg aufgenommen. Ihr Studium führte sie zunächst an die Hochschule für Musik und Theater in München, 2006 folgt der Wechsel an die Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt zu Julia Fischer, seit  2010 zu Priya Mitchell, wo sie ihr Diplom mit höchster Auszeichnung und das Konzertexamen 2013 abschließt. Weitere wichtige Impulse geben Meisterkurse u.a. bei Ana Chumachenco, Rainer Kussmaul, David Cerone und Christian Tetzlaff, als auserwählte Teilnehmerin im Rahmen der Meisterkurse des Bayerischen Rundfunks und der Kronberg Academy.  Sie ist Preisträgerin und Stipendiatin vieler nationaler und internationaler Wettbewerbe und Konzerte präsentieren sie regelmäßig als Solistin mit Orchestern im In- und Ausland. Sie spielte als Aushilfe bei den Berliner Philharmonikern und ist Konzertmeisterin des Frankfurter Kammerorchesters Skyline Symphony unter der Leitung von Michael Sanderling. Seit der Saison 2014 ist sie als 1. Konzertmeisterin in der Staatsoper Stuttgart engagiert.
 
Tschaikowsky verbrachte nach dem Erfolg seiner 4. Sinfonie zehn Jahre voller Isolation und stillem Unglück und vertraute seiner Brieffreundin und Mäzenin Nadeshda von Meck an, sich "völlig ausgeschrieben und leer" zu fühlen. So zeugt diese Sinfonie von den Schwankungen zwischen Höhenflügen und tiefer Verzweiflung. Durchzogen von dem Schicksalsmotiv, das Tschaikowsky als "vollständiges Sich-Beugen vor dem unergründlichen Walten der Vorsehung" beschreibt, gibt er die Grundstimmung vor, die in der Erfüllung des Schicksals im letzten Satz gipfelt.

Tags: Sinfonietta Mainz, Sinfonieorchester, Mainz, Dirigent, Streichinstrumente, Konzert, Klassische Musik, Sinfoniekonzert, Event, Orchester

Sinfonietta Mainz e.V.

 

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